Annähernd ein halbes Jahrtausend…

Wappen der Familie Haimmerer

Wappen der Familie Haimmerer

Wann genau die Schwaigermühle in Rohrdorf gebaut wurde ist nicht bekannt. Erste Aufzeichnungen finden sich um 1552, wo der „Mullner Hans Schwaiger“ und 1580 ein Geörg Schwaiger und eine Mühle erwähnt wurden. Auch der Familienname Haimmerer besitzt eine lange Tradition. Zur Schwaigermühle kam er durch Einheirat des Abraham Haimmerer, Müllersohn von Haiglmühle, der am 25.9.1758 die Schwaigermüllertochter Maria Taurer ehelichte. Im Jahr 1857 wird als Besitzstand Haus mit Stall, Stadel, Mühle und Mühlstube angegeben. Die Säge kam vermutlich in den Jahren 1870 bis 1880 dazu. Bis zum Jahr 1909 gehörte zum Besitz eine Mühle mit zwei Gängen (zwei Mahlsteine), ein Ölschlag und eine Schneidsäge. Nach der Übernahme durch Josef Haimmerer III. erfolgte eine Erweiterung des Anwesens um ein Turbinenhaus. Das hölzerne Wasserrad wurde entfernt, das Sägewerk vergrößert. 1937 wurde die Mühle ein weiteres Mal modernisiert und 1947 anstelle des Ölschlags ein Getreidesilo errichtet. Nach Josef Haimmerer IV., der den Betrieb 1953 übernahm, folgten 1991 die derzeitigen Besitzer Josef und Maria Haimmerer, die das Sägewerk und das Kraftwerk betreiben.

Nach dem Einstellen des Mühlbetriebes  vor einigen Jahren begann für die Schwaigermühle eine neue Ära. Die Jahrhunderte alte Firmengeschichte wurde neu geschrieben. Heute findet sich in den historischen Räumen der Schwaigermühle eine Oase für alle Anhänger der Naturkost, ausgerichtet vor allem auf die Philosophie der Hl. Hildegard von Bingen.

Bildergalerie: Deutscher Mühlentag am Pfingstmontag an der Schwaigermühle in Rohrdorf